demnächst zu sehen:

ZUKUNFT ÄNDERN – Pilotprojekt Familienklasse

Die Grundidee „Familienklasse“ war einfach. Grundschulkinder mit Problemen sollten von ihren eigenen Eltern unterstützt werden. In einer speziellen Klasse, einmal in der Woche.

Es wurde ein Kurs in Miteinander für alle Teilnehmer – Mütter, Väter, und Kinder.

Multifamilientrainer Matthias Wack und Förderschullehrerin Stefanie Sting sind noch dabei, ihre Familienklasse zu entwickeln – die erste ihrer Art in Deutschland. Sie sind beide mit ganzem Herzen bei dem Projekt, dessen Wirkung sie jeden Dienstag wieder spüren.

Bei der 8-jährigen Adelina und ihrer Mutter ist die Hierarchie unklar. Wie Adelina es ausdrückt: „Viele Leute denken, wir wären Schwestern weil wir uns streiten wie Geschwister.“ Die beiden leben bei Adelinas Großeltern, die ein strenges Regime über sie führen.

Ihr Altersgenosse Julien sollte endlich lernen nicht mehr zu explodieren, wenn ihn die Klassenkameraden provozieren. Seine alleinerziehende Mutter lernt quasi das Gleiche – bei ihr heißt es: Geduld.

Der 9-jährige Tom ist neu in der Familienklasse und er hat einen guten Start, fällt aber in seine alte Verweigerungshaltung zurück, als seine Klassenlehrerin beginnt, die Familienklasse-Noten als Strafe gegen ihn einzusetzen. Scheidungskind Tom wird abwechselnd von Mutter und Vater begleitet.

Die Mutterlose Duygu kommt als letzte in die Familienklasse. Ihr lieb gemeintes, aber unbeherrschbares Benehmen hat die Lehrerinnen der Erstklässlerin zur Verzweiflung getrieben. Duygu nimmt mit ihrem Vater an der Familienklasse teil, der hat große Hoffnungen für sein einziges Kind.

Im Betrachten der Beteiligten und wie sie reden, arbeiten, diskutieren und stärker werden zeigt die Dokumentation den Zuschauern, wie die Methode Familienklasse funktioniert. Wir lachen und leiden mit diesen Menschen und über manche Albernheit, wir bangen mit ihnen wenn es bergab und freuen uns wie sie, wenn es endlich bergauf geht. Sie nehmen uns auf und vergessen, dass wir da sind, lassen uns zuschauen und mitleben.

Produktion: Többe Nonfiction Film

Regie: Ann Dettmar

Kamera / steadicam, Schnitt: Robert Többe

Länge: 50min  Format: HD / 16:9 / Farbe / stereo

 

Bald zu sehen beim Hessenreporter:

FILME, DIE FAMILIEN RETTEN

Unterwegs mit dem Video-Home-Trainer

Film als Therapie? Wenn Eltern mit ihren Sprößlingen nicht mehr weiterwissen, verordnet das Albert Schweitzer Kinderdorf in Wetzlar immer öfter Wolfram Herr, den Video-Home-Trainer. Er kommt mit seiner kleinen Kamera zu den Leuten nach Hause. Er filmt sie bei alltäglichen Szenen mit ihren Kindern. Er schneidet seine Aufnahmen zusammen. Er zeigt den Eltern nur die schönsten Momente – kann das wirklich helfen?

von Ann Dettmar und Robert Többe

Im Auftrag Hessischer Rundfunk / Hessenreporter / 30 min